Wärme spenden: Widar warm

Die Widar Schule steht vor großen Herausforderungen in ihrer Wärmeversorgung: Bisher werden die Heizungen über Gas-Brennwertkessel im Hauptgebäude der Schule und im Boden des Schulgeländes verlegte Wärmeleitungen versorgt. Durch regelmäßige Wartung und Pflege konnten wir dieses System lange betriebsbereit halten, seit einiger Zeit wird das aber immer schwieriger. Einige Gebäudeteile müssen bereits mit provisorischen Notlösungen beheizt werden, die teuer, unkomfortabel und wenig umweltfreundlich sind.

Das müssen und wollen wir jetzt ändern. Unterstützt durch Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz beginnen wir mit der umfangreichen Modernisierung der Wärme- und Energiesysteme. Die Wärmeversorgung des Festsaalgebäudes (inkl. Mensa/Küche und Betreuung) und der Turnhalle wird über Luft-Wärmepumpen erfolgen, deren Energiebedarf zu guten Teilen über eine neue Photovoltaikanlage gedeckt wird, die deutlich leistungsfähiger ist als die bisherige (der maximale Ertrag wird verzehnfacht).

So senken wir die laufenden Kosten, machen Klimaschutz vor Ort sicht- und erlebbar und erhöhen die Qualität des Lernumfelds (es wird übrigens nicht nur zuverlässig warm – der Saal kann durch die neue Raumlufttechnik künftig auch gekühlt werden). Mittel- und langfristig sorgen wir für eine größere Unabhängigkeit der Schule vom Energiemarkt und für mehr Planungssicherheit.

Eine echte Investition in die Zukunft.

Aber eben auch ein finanzieller Kraftakt, den wir aus Rücklagen und Eigenmitteln allein nicht meistern können. Wir brauchen Hilfe: Jede Spende und jede Unterstützung bringen uns einen Schritt näher zum Ziel. 

Kommt gut an:

Bautagebuch: Widar warm

Februar 2024

Beschluss des Vorstands zur Wärmepumpenlösung

April 2024

Beauftragung Ingenieurbüro zur Baubegleitung

2024/2025

Dachsanierung Mensagebäude Phase I:

Aufgrund von Undichtigkeiten an der Dachhaut wurde die Dachdämmung in weiten Teilen durchfeuchtet. Aus diesen Gründen musste die Dämmung und die Abdichtung ausgetauscht werden.

Mai 2025

Ausschreibungsbeginn:

Aufgrund der Förderbedingungen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes musste die Maßnahme nach den Ausschreibungsbedingungen der öffentlichen Hand ausgeschrieben und vergeben werden.

Juli 2025

Beginn Auftragsvergabe Einzelgewerke

August/September 2025

  • Demontage der alten Lüftungsanlage
  • Dachsanierung Mensagebäude Phase II:
    Damit auch die Dachfläche unter dem Lüftungsgerät saniert werden kann, musste das Lüftungsgeräte von der Dachfläche entfernt werden. Die alte PV-Anlage (5kWp) musste ebenfalls demontiert werden.

September 2025

Erstellung der Fundamente für die Wärmepumpen

Oktober 2025

  • Demontage der Heizungstechnik in den Technikräume in Mensa und Turnhalle
  • Austausch des Heizregisters der Lüftungsanlage + Installation von 5 Wärmepumpen (insgesamt 28 KW) auf dem Mensagebäude

November 2025

  • Installation von zwei Wärmepumpen (je 45 KW) neben der Turnhalle und einer Wärmepumpe (45 KW) neben dem Mensagebäude
  • Installation der neuen Heizungstechnik in den Zentralen und hydraulischer Anschluss der Wärmepumpen
  • Anpassung der Elektroverteilungen und Verkabelung der Wärmepumpen.

Weg vom Gas, hin zu selbst erzeugter Wärme. Unser Plan

Abkopplung von Festsaalgebäude und Turnhalle vom alten Gas-Brennwertkessel, Stilllegung der maroden Erdleitungen. Abbau der alten Photovoltaik-Anlage (Leistung ca. 5 kWp).

Aufbau einer neuen Photovoltaik-Anlage mit 51 kWp auf gleicher Fläche. Die erzeugte Energie wird ganz überwiegend zur Deckung des Eigenbedarfs verwendet.

Installation von fünf Luft-Wärmepumpen à 28 kW zur Versorgung des Festsaals. Erweiterung der raumlufttechnischen Anlagen auf Hybridtechnik (Wärmen/Kühlen).

Installation einer Luft-Wärmepumpe mit 45 kW zur Versorgung von Mensa, Küche und Betreuung.

Installation von zwei Luft-Wärmepumpen mit 70 kW zur Versorgung der Turnhalle (mit Warmwasser-Bereitung und Pufferspeicher).

Bei allen Wärmepumpen-Anlagen Ergänzung der Rohrleitungen und der Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik sowie elektrischer Leitungen.

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft: Mit dieser umweltfreundlichen Umrüstung großer Teile der Wärmeversorgung und dem deutlichen Zuwachs selbst erzeugter Energie gehen wir die nächsten Schritte auf dem Weg zur klimafreundlichen Schule.

Für die genannten Maßnahmen investieren wir ca. 1 Mio. €. Die Finanzierung erfolgt zu 1/3 aus öffentlichen Fördermitteln und zu 2/3 aus Eigenmitteln des Waldorfschulvereins, dessen knappe Mittel damit ausgeschöpft sind. Für das letzte Drittel benötigen wir Ihre Unterstützung – in Form einer finanziellen Zuwendung und/oder durch Werbung für unser Vorhaben in Ihrem Umfeld (Familie, Bekannte, Arbeitsplatz). Jeder Beitrag zählt und hilft, ein gutes Lernumfeld für unsere Schüler*innen zu schaffen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!